Wird der Brexit unwahrscheinlicher?

Wird der Brexit unwahrscheinlicher?
Wieso jetzt mehr Zeit für Ihr Verfahren bleibt und was Sie tun müssen.

Sehr geehrte bestehende und noch zögernde Mandanten,

über die Situation in England und die denkbaren EU-Austritts-oder auch Nicht-Austritts-Optionen können Sie täglich Neues in der Zeitung lesen.

Wir haben daher den Extrakt und die für Sie resultierenden Schlussfolgerungen herausgearbeitet.

  • Die Brexit-Uhr tickt langsamer –Tür zurück nach Europa öffnet sich –Exit vom Brexit
  • Abkehr vom harten Ausstieg: jetzt kommen die weichen Optionen ins Spiel
  • Hoffnung auf Neuwahlen und zweites Referendum stark gestiegen

Das unglaubliche Wahlfiasko in England macht eine Abkehr vom harten Brexit-Ausstieg wahrscheinlich, verbunden mit wesentlich längeren Übergangsfristen.

Auch die Rücknahme des Brexit ist wieder im Spiel - unter dem Begriff „Breturn“.

Die untenstehende Karikatur vom „Hard-Brexit Rip“(Schnitt), den Frau May zu Grabe trägt, sagt eigentlich alles….

Warum sind die Chancen für einen weichen Brexit mit Übergangsfristen stark gestiegen?

1.Das demütigende Wahlergebnis

Der Mehrheitsverlust ist nicht überraschend, da 48% der Briten ohnehin keinen Austritt aus der EU wollten. Sowohl die Wähler haben sich jetzt gegen Frau May gestellt als auch eine große Zahl ihrer Minister. Zusätzlich macht die Wirtschaft Druck gegen den ehemals harten Ausstiegskurs. Diskussionen über ein Misstrauensvotum gegen Frau May nehmen ebenfalls täglich zu.

2.Regierung nicht mehrheitsfähig und Neuwahlen daher wahrscheinlich.

Die Minderheitsregierung bzw. die angestrebte Koalition mit der untragbaren irischen Splitterpartei DUP kann nicht funktionieren. Denn für einen Brexit müssten die äußerst weitreichenden, historisch einmaligen Gesetzesvorhaben vom Parlament mit breiten Mehrheiten bewilligt werden. Mit nur zwei Stimmen Mehrheit eines wackligen Partners ist dies niemals realisierbar.

3. Hilfe von EU-freundlichen Nordiren, Schotten und auch der Labour Opposition unabdingbar

Schotten und Nordirland lehnen eine harten Brexit ab. May oder auch ihr Nachfolger müssen sich den Partnern also fügen.

Ist damit das Zeitfenster für die sichere England-Insolvenz nach hinten gerückt?

Vor einem Monat zeigten wir Ihnen auf, wie wichtig jetzt ein schneller Verfahrensbeginn ist.

Die Stimmung hat sich seitdem gedreht: trotz formal begonnener erster Abtastversuche und der Vereinbarung eines organisatorischen Zeitplans ist nunmehr vom Soft-Brexit die Rede.

Finanzminister Hammond hat sich bereits offiziell für eine Vertragsverlängerung und Übergangsfristen von mindestens zwei Jahren, wenn nicht wesentlich länger, ausgesprochen.

Bei der Verhandlungsdauer und den Zustimmungspflichten muss man außerdem sehr genau unterscheiden zwischen

dem reinen „Scheidungsvertrag/Austrittsverhandlungen (Kosten, etc.)“

  • Hier müssen alle 27 EU -Länder-Parlamente einstimmig zustimmen und

dem „Zukunftsvertrag“, d.h. den neuen Handels- und Gesetzes-Regelungen.

  • Hier muss nur das EU-Parlament selbst zustimmen.

Insofern besteht hinsichtlich der zukünftigen Gesetzesthemen wesentlich mehr Flexibilität und Übergangsregelungen sind viel leichter zu vereinbaren.

Auch eine weiterhin verbleibende Zuständigkeit des Europäischen Gerichtshofes zeichnet sich ab. Damit ergibt sich speziell im Insolvenzbereich eine neue Lage.

May machte auch bereits eine Zusage: wer bis zum 29.3.2019 fünf Jahre in England lebte, bekommt einen ordentlichen Aufenthaltsstatus.

Alle EU Bürger die bis zum Stichtag im Land waren, können so lange bleiben, bis Sie die fünf Jahresfrist erreicht haben. Ziel ist es, die EU-Bürger bei der Kranken-und Rentenversicherung so zu behandeln wie britische Bürger.

Schlussfolgerungen für Sie

1.Alle bestehenden Mandanten sollten sehr konsequent und gesetzestreu ihr Verfahren bis zum Abschluss mit uns vorantreiben.

  • Nur ein sauberer COMI hat noch Erfolg.

Lassen Sie sich auf diesem Weg von niemandem abbringen, sonst werden Sie scheitern.

2.Alle noch zögernden Mandanten oder diejenigen, die wegen der Brexit-Gefahr eigentlich nicht mehr beginnen wollten, können aufatmen.

Um Risiken zu minimieren, sollten Sie trotz der entspannten Situation zügig Ihr Verfahren starten.

Rufen Sie mich an

Bei allen Zweifelsfragen können Sie mich sehr gerne direkt persönlich anrufen unter 0171 6032 073.

Oder schreiben Sie mir eine Mail an wagner@england-insolvenz.com, damit ich alles mit Ihnen klären kann und Ihr Verfahren gerichtsfest abgesichert wird.

Mit diesem aktuellen Ausblick verbleibe ich

mit den besten Grüßen

Ihr

Dr. Peter Wagner

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