Schufa-Eintrag: Wann Löschung in Deutschland nach erteilter Restschuldbefreiung in England?

Nachdem unsere Mandanten die Restschuldbefreiung innerhalb von 12 Monaten in UK erhalten haben, kommt eine zentrale Frage Bedeutung:

  • Wie lange dauert es jetzt bis ein deutscher Schufa-Eintrag gelöscht wird?
  • Gibt es Massnahmen die verhindern, dass ein Eintrag erst gar nicht in die deutsche Schufa gelangt?

Zur Beantwortung dieser Fragen ist im Detail sorgfältig und technisch klug vorzugehen.

 

Situation in Deutschland

Die Erteilung einer deutschen Restschuldbefreiung muss nach den gesetzlichen Vorgaben des § 9 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) in Verbindung mit § 2 der Verordnung über öffentliche Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren (InsBekV) veröffentlicht werden. Hierzu wurde auch das Portal www.insolvenzbekanntmachungen.de geschaffen.

 

Situation in England

In England stehen die Informationen über eine erfolgreich erteilte Restschuldbefreiung in englischen Amtsblättern. Da die englische Restschuldbefreiung in der Regel automatisch per Gesetzeswirkung erteilt wird und ihre Gläubigerschutzwirkung in allen EU-Staaten mit Verkündung nach Ablauf der 12 Monate entwickelt, ist kein gesonderter Antrag notwendig.

Insbesondere findet keine Meldung an die deutsche Schufa statt.

 

Wann wird ein Eintrag in der Deutschen Schufa gelöscht?

Die deutschen Gerichte gehen bisher davon aus, dass die SCHUFA Holding AG die Erteilung einer Restschuldbefreiung für die Dauer von drei Jahren speichern darf.

Das trickreiche dabei aber ist: diese Frist beginnt ab dem Kalenderjahr, das dem Eintrag folgt. Das bedeutet also: Hat ein Mandant die Restschuldbefreiung beispielsweise im März 2014 erhalten und ist dies im Datenbestand so eingetragen worden, dann beginnen die drei Jahre ab 01.01.2015 zu laufen und die Prüfungsfrist endet am 31.12.2018.

Für die Betroffenen ist das im Kern ja beendete Insolvenzverfahren insofern immer noch belastend aufgrund der deutschen Datenvorschriften.

In Deutschland wäre die Situation natürlich wesentlich schlimmer, da Sie dann nach 7 Jahren Privatinsolvenz und Wohlverhaltensperiode noch einmal bis zu weitere vier Jahre, d.h. bis zu 11 Jahre rechnen müssen um endlich wieder kreditwürdig zu werden.

Aber auch mit der extrem kurzen Entschuldung in England müssen die Mandanten im ungünstigsten Extremfall vier weitere Jahre mit dem Makel des Schufa-Eintrags leben und haben damit wahrscheinlich eine in Deutschland eingeschränkte Kreditwürdigkeit.

Wird in der Schufa das Merkmal „Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgt“ vermerkt, werden in der Regel diese vorhergehenden Einträge, die das Insolvenzverfahren betreffen gelöscht und durch den Eintrag „Restschuldbefreiung erteilt“ ersetzt.

 

Kann man den Eintrag der Restschuldbefreiung in Deutschland verhindern?

Grundsätzlich ja. Dies ist aber eine sehr komplexe Frage und man muss dazu taktisch und operativ sehr geschickt vorgehen.

Wie man diesen Eintrag der Restschuldbefreiung in Deutschland vermeiden kann und damit diese lange Zeit nicht aussitzen muss, erläutern wir unseren Mandanten im Rahmen unserer Betreuung in dem Verfahren.

 

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