Vorteile der Privatinsolvenz in England: die 10 wichtigsten

Die entscheidenden Vorteile des englischen Verfahrens liegen insbesondere darin:

 

1. Insolvenz in England ist um 5 Jahre kürzer

 

Englische Insolvenzverfahren Verfahren ist gegenüber dem deutschen Verfahren deutlich kürzer. Sobald das Insolvenzverfahren in England Verfahren eröffnet ist, tritt Kraft Gesetz schon automatisch nach 12 Monaten die Restschuldbefreiung ein. Dies ohne dass es einer neuen gerichtlichen Entscheidung oder Befragung der Gläubiger bezüglich komplexer Versagungsgründe gibt.

 

2. Keine Versagungsgründe

 

Insbesondere gibt es  auch keine Verpflichtung eine Arbeit aufzunehmen (Erwerbsobliegenheit). Komplexe und gefährliche Versagungsgründe während und nach dem Verfahren analog dem deutschen Gesetz gibt es nicht.

 

3. Pfändungsfreies Einkomme deutlich höher

 

Das pfändungsfreie Einkommen ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern höher als in Deutschland/Österreich und am individuellen Bedarf orientiert. Damit ist während der englischen Insolvenz ein höherer Lebensstandard als in Deutschland/Österreich für den Schuldner möglich.

 

4. Umfassendere Schuldenbefreiung

 

Die englische Insolvenz umfasst weitergehende Restschuldbefreiungen als in Deutschland/Österreich. Mehr Forderungen werden erfasst, insbesondere auch solche, die nach deutsch/österreichischem Recht ausgenommen sind, wie: Steuer- Straftaten, gewisse unerlaubte Handlungen etc. Zusätzlich werden auch Forderungen erfasst, die erst nach Eröffnung  des Verfahrens fällig geworden sind, aber dem Grunde nach vor der Eröffnung schon entstanden.

 

5. Geringere Anfechtungsmöglichkeiten

 

Anfechtungsmöglichkeiten sind wesentlich geringer als in Deutschland/Österreich

 

6. Wesentlich fairere Insolvenzkultur

 

Der Umgang zwischen Gericht/Insolvenzverwalter und Schuldner ist wesentlich angenehmer und von mehr Respekt gegenüber dem Schuldner und Vertrauen in ihn geprägt. Dies im Gegensatz zum deutsch/österreichischen Verfahren mit seiner schuldnerfeindlichen und auf Bestrafung zielenden Ausrichtung.

 

7. Keinerlei Mindestquoten zu erbringen.

 

Das Verfahren wird in England allein von der Behörde geleitet. Als Folge sind die gesamten Verfahrenskosten viel geringer als in Deutschland/Österreich. Zusätzlich gibt es auch keine gestaffelten prozentualen Gebühren in Abhängigkeit von der Insolvenzmasse für Treuhänder und Insolvenzverwalter.

 

8. Keine gefährlichen Versagungsgründe

 

Ein Wegfall der Restschuld wegen Verstoß gegen komplexe Versagungsgründe wie in Deutschland/Österreich gibt es in England nur im Sinne der Annullierung  des kompletten Verfahrens.

 

Dies kann nur aus wenigen Gründen geschehen. Insbesondere dann, wenn das Verfahren nicht hätte eröffnet werden sollen, weil der Schuldner falsche oder grob missbräuchliche Angaben gemacht und sich grob missbräuchlich verhalten hat, z . Bsp. durch neue Schulden.

 

Durch die Stärkung der Gläubigerrechte seit Reform der deutschen Privatinsolvenz 2014 hat die Insolvenz in England daher noch einmal deutliche Vorteile im Sinn einer deutlich höheren Rechtssicherheit.

 

9. Kostenlose Krankenversicherung in England

 

Als Resident in England sind Sie mit Ihrer Familie kostenlos krankenversichert und können damit erhebliche Kosten sparen.

 

10. Diskretion des Verfahrens

 

Da die Insolvenz in England im Ausland stattfindet, wird diese in Ihrem Umfeld von niemand bemerkt (außer von Gläubigern). Dies ist ein nicht hoch genug zu schätzender Vorteil gerade bei Unternehmern und Selbständigen.

 

Fazit:

Aus diesen hier explizit aufgeführten Gründen und vielen etwas komplizierteren mehr, bietet die Privatinsolvenz in England die besten Möglichkeiten für einen Neustart. Dies gerade für Unternehmer, Ärzte, Juristen, Wirtschaftsprüfer, Architekten, und alle sonstigen Freiberufler oder Selbständigen.

 

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